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Vor 80 Jahren wurde Juden verboten, sich zu bewegen.

Als die Prager Juden am Freitag, dem 13. September 1940, die offizielle Zeitung der Gemeinde, The Jewish Bulletin, abholten, konnten sie die fett gedruckte Ankündigung auf der rechten Seite der Titelseite nicht verpassen. In der „neuen Regelung für jüdische Mieter in Prag“ heißt es kurz und bündig, dass das SS-Zentralamt für jüdische Auswanderung beschlossen habe: „Juden in Prag dürfen keine freien Wohnimmobilien mehr mieten.“ Von da an dürfen Juden in der Hauptstadt nur noch in Wohnhäuser ziehen, die derzeit oder früher von anderen Juden bewohnt werden.

So präsentiert der amerikanische Historiker Benjamin Frommer seinen Artikel für holocaust.cz. Was aus heutiger Sicht als weniger bedeutendes Holocaust-Ereignis erscheinen mag, war Teil eines allgegenwärtigen Prozesses, bei dem Menschen, die als Juden identifiziert wurden, systematisch ihrer Rechte, Freiheiten und Würde beraubt wurden. Dies geschieht nicht mit Waffen in der Hand, sondern mit einer großen Anzahl von teilweise bürokratischen "Regeln", Vorschriften und Richtlinien, deren Gesamtziel möglicherweise nicht leicht erkennbar ist.

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Die Opferdatenbank wurde erweitert – von nun an sind auch Daten von Opfern des Genozids an den Roma und Sinti und anderer als Zigeuner kategorisierten Menschen während des 2. Weltkrieges auf dem Territorium der heutigen Tschechischen Republik zugänglich

Der Opferdatenbank auf unserer Webseite holocaust.cz haben wir die Daten von 329 Opfern der nationalsozialistischen Zigeunger-Verfolgung auf dem Territorium der heutigen Tschechischen Republik hinzugefügt. Es handelt sich dabei um diejenigen, die im sogenannten Zigeunerlager in Lety u Písku ums Leben kamen. Die nationalsozialistische Verfolgung von Menschen, die als “Zigeuner” kategorisiert wurdedn betraf während des 2. Weltkrieges die Mehrheit der Roma und Sinti auf dem Gebiet des damaligen Protektorats Böhmen und Mähren. Der öffentlich zugängliche Teil der Datenbank enthält grundlegende Daten zu den Personen, die während der gesamten Dauer der Existenz des ZL I Lety u Písku zwischen August 1942 und August 1943 dort ums Leben kamen. Angezeigt warden Name, Vorname, Geburtsdatum und -ort, Haftdauer sowie Ort und Datum des Todes. Weitere Häftlingsdaten warden aus Datenschutzgründen für registrierte NutzerInnen nicht-öffentlich zugänglich gemacht. Ihre Anfragen können Sie aber auch direct an die MitarbeiterInnen des Institut Terezínské iniciativy  unter der eMail-Adresse database@terezinstudies.cz richten.

Das Projekt Datenbank der Opfer der nationalsozialistischen Zigeunerverfolgung wurde in den Jahren 2016-2020 finanziell durch die us-amerikanische Stiftung Bader Philantropies unterstützt.

Datenbank der Holocaust-Opfer

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Dokumenten-Datenbank

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Die deutsche Version der Webseiten und die Datenbank der Holocaust Opfer wird von der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Prag unterstützt.

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Das Institut Theresienstädter Initiative Das Jüdische Museum in Prag
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