Gross-Rosen
Zeichenerklärung und das Copyright. (Auf Tschechisch)
Das Groß-Rosener Konzentrationslager (Rogoźnica in Polnisch) befand sich ungefähr 60 km südwestlich von Breslau.
Ursprünglich wurde es im Sommer 1940 als Außenlager von Sachsenhausen, in
der Nähe eines Granitsteinbruchs, gegründet. Etwas weniger als ein Jahr danach, am

SS-Obersturmbannführer Arthur Rödl, Kommandant des Groß-Rosener KZ von 1941 bis 1942. (Foto: KZ-Gedenkstätte Dachau, mit Genehmigung des USHMM Photo Archives.)
Ende 1943, nach zwölf Monaten, wurden Transporte mit Juden nach Groß-Rosen und seine ca. 50 Außenlager in Südschlesien und im Sudetenland wieder aufgenommen. Nun waren die ankommenden Gruppen jedoch beträchtlich größer. 60 000 Juden, größtenteils aus Polen und Ungarn, kamen nach Groß-Rosen. Die Juden wurden in den Fabriken der deutschen Unternehmen I.G. Farben und Krupp eingesetzt. Einige Häftlinge der Groß-Rosener Außenlager wurden auch zur Konstruktion von Hitlers Untergrundbefestigungen eingesetzt.
Ende Jänner 1945 begannen die Nazis Groß-Rosen und seine Außenlager zu schließen. Die Häftlinge aus den Männerlagern am östlichen Ufer der Oder wurden ins Stammlager verlegt, während die weiblichen Häftlinge meist auf Todesmärsche zu Lagern innerhalb des Altreichs geschickt wurden. Viele Häftlinge starben bei diesen Todesmärschen, oder wurden ermordet und das Schicksal vieler Märsche ist noch immer unbekannt. Die Evakuation der anderen Außenlager und des Stammlagers Groß-Rosen selbst fand Anfang Februar 1945 statt. Einige Juden (vor allem Frauen) wurden nach Bergen-Belsen transportiert, andere nach Buchenwald, Dachau, Flossenbürg, Mauthausen und Mittelbau. Die letzten Häftlinge, die bis zum Kriegsende in den Außenlagern verblieben, wurden am 8. und 9. Mai 1945 von sowjetischen Truppen befreit.

Der Steinbruch in Groß-Rosen, in dem die Häftlinge arbeiteten, 1940 - 1945.( Foto: KZ Gedenkstätte Dachau, mit Genehmigung des USHMM Photo Archives.)
Die Zeugenaussage des Hr. Toman Brod. (Auf Tschechisch)
Siehe auch:
Das Groß-Rosener Museum. (Auf Englisch)
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Y. GUTMAN, A. SAF: The Nazi Concentration Camps (Die nazistischen Konzentrationslager).Jerusalem 1980.
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M. MOLDAWA: Gross-Rosen: Obóz koncentracyjny na Śląsku.Warszawa 1967.
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Alfred KONIECZNY: "Das Konzenrationslager Gross-Rosen", admn, biblio, in: Dachauer Hefte 5. Jahrgang, Heft 5. 11. 1989, s. 15 - 27.


