Krankheiten und Tod

Das Gesundheitssystem, das von der jüdischen Selbstverwaltung auf die Beine gestellt wurde, entstand unter unvorstellbar schwierigen Bedingungen. Ursprünglich konnten ÄrztInnen und Sanitäter auch die schwierigsten Eingriffe nur mit sehr simplen Mitteln durchführen, während ständig Medikamente und Verbände gefehlt haben. Die Situation verbesserte sich nur langsam. Erst als das konfiszierte Material aus jüdischen Ordinationen benutzt werden konnte, kam es zur Einrichtung von spezialisierten Krankenhäusern sowie Ordinationen. Der Mangel an Medikamenten und anderen wichtigen Materialien blieben aber stets ein Problem.

Plakat Achtung, Desinfektion!

Trotz der aufopferungsvollen Arbeit der MedizinerInnen waren Krankheiten stets präsent, vor allem wegen des nie endenden Hungers, der psychischen Belastung, des Stresses bei der Arbeit und wegen den überfüllten Wohnräumen. Jegliche Versuche der MedizinerInnen, sie arbeiteten teilweise bis zur vollkommenen Erschöpfung, konnten die allgemein schlechte Gesundheitssituation nur leicht verbessern, die hohe Sterblichkeitsrate aber nicht verhindern. Sterbende Menschen waren deshalb ein alltägliches Phänomen im Leben des Ghettos, genauso wie Krankheiten und der Tod jeden Häftling begleiteten.

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