Hunger

Der Hunger der Häftlinge in Theresienstadt hatte vor allem den Charakter einer langwierigen Unterernährung. Diese entstand nicht nur durch die kleinen Mengen der zugeteilten Lebensmittel, sondern auch durch den viel zu niedrigen Nährstoffgehalt und den Mangel an Vitaminen. Auch die Erfahrung, dass das Essen oft kalt hergegeben wurde sowie das Warten, welches vor allem aus langwierigem, erniedringendem Schlange stehen bestand, erzeugten ein sehr negatives Bild für die Häftlinge.

Es ist nicht möglich, einen genauen und allgemeingültigen Überblick über die verschiedenen Grade des Hungers im Ghetto zu erfassen. Außerdem gab es in der Praxis auch zwischen verschiedenen Gruppen Unterschiede, die in unterschiedliche Essensgruppen eingeteilt wurden. Hart arbeitende Personen bekamen eine etwas größere Ration während Nichtarbeitende noch weniger als der bereits sehr niedrige Durchschnitt bekamen. Am Glücklichsten waren jene, die außerhalb der Grenzen des Ghettos Verwandte oder Bekannte hatten, die ihnen – mit einer Reihe an Beschränkungen – von Zeit zu Zeit ein Päckchen mit Lebensmitteln schicken konnten.

Alles in allem war die Ernährunglsage in Theresienstadt sehr schlecht und gehörte zu jenen Faktoren, welche die dezimierende Funktion des Ghettos unterstützten.

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